Karate-Do - Kampfkunst mit Tradition

Karate-Do ist eine waffenlose Kampfkunst, die ihren Ursprung auf der heute zu Japan gehörenden Insel Okinawa hat. Aus reinen Kampftechniken entwickelte sich Karate-Do durch den Einfluss der Samurai zu einer Kampfkunst, in der auch moralische Aspekte und die Shuto Uke Entwicklung der Persönlichkeit eine große Rolle spielen. In den meisten Dojos (Vereinen und Schulen) in Deutschland wird Karate heute nur noch als Sport unterrichtet.

Wir können mit Stolz behaupten, dass wir nach wie vor in der Tradition unseres Stilgründers Soke Teruo Hayashi und dessen wohl renommiertesten und bekanntesten Schüler Shihan Seinosuke Mitsuya, 8. Dan (Hanshi) Karate unterrichten.

Karate-Do als Selbstverteidigung

Immer mehr Menschen sehen in dieser Art der Selbstverteidigung eine gute Möglichkeit, Gewalt in unserer Gesellschaft begegnen zu können. Die erlernten, am Partner geübten Techniken stärken das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Die eigene Angst überwinden und selbstbewusst in bedrohlichen Situationen reagieren zu können, sind oft von entscheidendem psychischen Vorteil. Die körperliche Auseinandersetzung kann so durchaus vermieden werden.

Karate-Do als Breitensport

Nicht nur der Wunsch, Selbstverteidigung zu erlernen, führt Menschen aller Altersstufen ins Dojo (= Trainingsraum). Für viele ist es besonders die Vielfältigkeit dieser Kampfkunst, die den idealen Ausgleich zu Schule, Beruf und Alltagsstress bietet.
Der Anfänger beginnt mit einfachen Grundtechniken und Grundstellungen. Zahllose Kombinationsmöglichkeiten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade bauen sich darauf auf. Konzentrationsfähigkeit und Koordinationsvermögen werden auch mit zunehmenden Können ständig neu gefordert. In Partnerübungen kann Gyaku Zuki selbst der Anfänger die richtige Ausführung einer Technik überprüfen. Jede Technik wird kurz vor dem Körper des Partners gestoppt. Ein neues Körperbewusstsein für Distanz, Genauigkeit, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Spannung und Entspannung wird entwickelt. Der verantwortungsvolle Umgang miteinander, Rücksichtnahme und Disziplin sind traditionelle ethische Inhalte des Karatesports.

Karate-Do als Wettkampfsport

Der Leistungssportler findet den sportlichen Vergleich im Wettkampf. Im "Kumite", der Kampfdisziplin, ist es Ziel, den Gegner mit überzeugenden Angriffs- und Kontertechniken auszupunkten. Auch hier wird auf die Trefferwirkung verzichtet. Ein gutes Augenmaß und Zeitgefühl zeichnen neben taktischem Können den guten Kämpfer aus. Die "Kata", der Formenlauf, wird nach Kriterien wie Rhythmus, Ausstrahlung und Brillanz der Technik des Vortragenden bewertet.

In seiner Entwicklungsgeschichte war Karate immer eng mit meditativen Aspekten verknüpft. Die Fähigkeit, sich innerlich zu sammeln und sich gedanklich auf das Wesentliche konzentrieren zu können, ist auch heute noch ein wichtiger Lerninhalt. Die durch verschiedene Meditationstechniken erreichte Stärkung von Körper und Geist wirkt sich im Karate und Alltagsleben positiv aus.

Karate-Do für Jung und Alt

In hohem Maße wird eine körperliche und geistige "Rundum-Fitneß" gefördert, die den individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten der Karateka gerecht wird. Als lebensbegleitende Sportart ist Karate für Jung und Alt attraktiv. Denn Karate kann sehr individuell geübt werden.
Kinder und Jugendliche finden in Karate einen facettenreichen Sport, der neben den Trainingseinheiten zusammen mit Gleichaltrigen auch die Möglichkeit des sportlichen Vergleichs bietet, sei es in Kumite oder Kata, Einzel und in der Mannschaft. Das Erlernen von Karate fördert Fitneß, Körperbeherrschung und Konzentration. Die Ausbildung und Verbesserung wichtiger und nützlicher Shiko Dachi körperlicher Eigenschaften wir gefördert: bessere Reaktion und Schnelligkeit; Gleichgewicht, Schnellkraft, Standfestigkeit und Gelenkigkeit werden geschult. Die Beweglichkeit, das Distanzgefühl, ein besserer und gesünderer Bewegungsrhythmus, eine bessere Körperhaltung, eine verbesserte Durchblutung, sowie verbesserte Herz-Kreislauf und Lungenfunktion können sich verbessern. So finden auch Erwachsene hier Möglichkeiten zur Entfaltung. Zudem sind die Facetten vielfältig: Selbstverteidigung, Gymnastik, Shiatsu, Meditation und andere gesundheitsfördernde Inhalte und auch das soziale Miteinander im Unterricht wie auf Lehrgängen bieten jedem Karateka etwas. Und dazu sind keine hohen Fußtritte und Spagat notwendig.
Die Selbstsicherheit und das Selbstvertrauen steigen, es entsteht mehr Ausgeglichenheit und Zufriedenheit und somit wächst das allgemeine Wohlbefinden. Der Alltagsstreß kann abgebaut werden, es entsteht mehr Gelassenheit, Toleranz und Rücksichtnahme.
Last but not least kann man zudem noch ein besseres Verständnis von Geschichte, Philosophie und der Kultur und Tradition Asiens gewinnen.

Unser Karatestil: Hayashi-Ha Karate-Do

Das Hayashi-Ha Karate-Do wurde von Soke (Stilgründer) Teruo Hayashi gegründet. Er war bis zu seinem Tode im September 2004 einer der bekanntesten und geachtesten Karatemeister der Welt. Nun führt nun sein wohl bekanntester Schüler Hanshi Seinosuke Mitsuya, 8. Dan unseren Stil im Sinne seines Meisters weiter.
Chef-Instruktor in Deutschland ist Ren-shi Girolamo Vermiglio, 7. Dan.