Mitsuya-Kai Springcamp 2014

Nachdem schon letztes Jahr das legendäre Sommercamp des MITSUYA-Kai Deutschland auf die Himmelfahrtswoche verlegt und feiertagsbedingt um einen Tag gekürzt wurde, hat man dieses Jahr diesen neuen Weg beibehalten. War das Sommercamp mit noch mit einem freien Mittwoch nachmittag aufgelockert, so ist seit der Verlegung der Trainingsplan doch sehr gedrängt und dicht.
Camplogo Dieses Jahr wurden jetzt zum ersten Mal auch Minigruppen angeboten, die mit einem speziellen Thema von Soke direkt unterrichtet wurden. So gab es zum Beispiel Stunden, die sich nur mit Renzoku-Waza beschäftigten, oder sich speziell mit der Atmung oder dem Bunkai einer bestimmten Kata beschäftigten. Da die Gruppen immer klein gehalten waren, war ein Maximum an Lernerfolg garantiert.

Großes Interesse fand auch die Stunde von Falk, in der er einen Einblick in die Kunst des Kyusho gab. Dank seiner beruflichen Tätigkeit als Heilpraktiker war es für ihn eine Leichtigkeit, die Position einzelner Meridianpunkte, sowie die Wirkung von Druck, Schlägen oder Streichen dieser Punkte zu verdeutlichen. In dieser Stunde hat sich jeder mehr oder weniger deutliche blaue Flecken zugezogen. Auf dem Bild sieht man die Manipulation des Punktes Leber 5 (oder 3?), die - wenn der richtige Winkel und die richtige Stelle getroffen wird - einen sehr starken Schmerz im Fuß verursacht.Camplogo Ebenfalls interessant war eine Kuatsu Unterrichtseinheit, die ebenfalls von Falk abgehalten wurde. Hier hat man sich mit dem genauen Gegenteil beschäftigt. Was ist zu tun, wenn ein schmerzhafter Schlag unvermittelt den Körper getroffen hat. Aber auch einfache Mittel gegen Kopfweh oder Migräne wurden von Falk sehr professionell erläutert und von den Teilnehmern untereinander auf Praxistauglichkeit getestet.

Es wurde an den ersten zwei Tagen immer parallel in zwei Hallen trainiert. Mimmo hat an diesen Tagen auch etliche Stunden gehalten. Er hat versucht in seiner eindrücklichen Art Kata oder Kumite näher zu bringen. Klaus hat Stunden in Renzoku-Waza oder Selbstverteidigung gegeben. Andi hat einen Shiatsu Einführungskurs gehalten.
Es war von morgens 9 Uhr bis abends 19 Uhr für jeden Geschmack etwas dabei. In den Morgenstunden wurden Unterrichtseinheiten speziell im Stretching oder im Krafttraining für Karateka abgehalten. Abends nach der letzten Trainingseinheit gab es an jedem Tag noch eine Veranstaltung, damit sich die Teilnehmer besser kennenlernen konnten, Erfahrungen austauschen durften oder Freundschaften vertiefen konnten. Camplogo

Samstag und Sonntag wurde dann die Halle gewechselt und das Training stand ganz unter der Leitung von Soke MITSUYA. Kumite, Kobudo und Kata. Immer getrennt für die Unterstufe bis 1. Kyu und für die Oberstufe ab 1. Dan. Beim Kumite durften sich die Teilnehmer mit Chudan, Jodan, Mae-Geri und Mawashi-Geri Angriffen vergnügen. Zum krönenden Abschluss wurde dann noch Jiyu-Kumite geübt, bis auch jeder genug Schweiß vergossen hatte.
Am Samstag nachmittag wurde dann die Sandan-no-bo geübt. Nachdem die Kata wieder ins Gedächtnis gerufen wurde, war das Üben mit Partner auf dem Programm. Kumiteformen direkt aus der Kata übernommen.
Am letzten Tag standen dann die Kata Saifa und Seienchin auf der Agenda. Nachdem Soke die Kata selbst und auch einige Teile daraus als Bunkai üben ließ, neigte sich das Springcamp langsam aber sicher dem Ende zu.

Zum Abschluss des Lehrgangs gab es dann auch noch die obligatorischen Prüfungen. Unter anderem stellte sich eine Gruppe von sechs Leuten den kritischen Augen von Soke MITSUYA, um die nächste Dan-Stufe zu erreichen. Camplogo Nach eineinhalb Stunden Kata, Kihon, Ido-Kihon, Ippon-Kumite, Sanbon-Kumite und zu guter Letzt Jiyu-Kumite wurde von Soke das Ergebnis verkündet: alle haben die Prüfung bestanden. Zu jedem Teilnehmer hatte Soke noch ein paar kritische Anmerkungen, welche Techniken noch verbesserungswürdig seien.

Alles in Allem ein inspirierendes Camp, das wieder so viele Anregungen gegeben hat. Für die nächste Zeit habe ich viele Dinge zu vertiefen, Fehler auszumerzen und Kritiken von Soke zu berücksichtigen und hoffentlich zu beseitigen. Ich freue mich auf das nächste Treffen mit all meinen Freunden aus der alten Heimat.